
Ambiguitätstoleranz: Klare Sicht trotz Ungewissheit
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Einleitung
Kinder und Jugendliche wachsen in einer Zeit auf, welche von einer Vielzahl an Unsicherheiten geprägt ist (Kaman et al., 2025). Einerseits wird dies bedingt durch äußere Einflüsse, wie die inzwischen vergangene Pandemie, der Klimawandel, wirtschaftliche Krisen, Kriege, die Inflation oder der digitale Wandel mit KI & Co. Täglich werden Kinder und Jugendliche durch die mediale Berichterstattung und die sozialen Medien mit Meldungen von negativen Ereignissen und Katastrophen konfrontiert. Andererseits bieten sich Jugendlichen in der gegenwärtigen Zeit eine Vielzahl von Zukunftsmöglichkeiten. So existiert eine schier unüberschaubare Vielzahl von verschiedenen Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten. Wie soll man sich nun in einer von Unsicherheiten geprägten Zeit Ziele setzen, sich für ein Berufsfeld entscheiden, wenn es ungewiss ist, was die Zukunft bereithält?
Insbesondere 10 bis 19-Jährige weisen der WHO zufolge eine erhöhte Vulnerabilität in Bezug auf psychische Erkrankungen auf. Umso wichtiger ist es nun, Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, sich in der Welt von heute zurechtzufinden und ihren persönlichen Weg zu finden. Die Ambiguitätstoleranz ist eine Schlüsselkompetenz, welche Kindern und Jugendlichen genau dabei helfen kann (Spitzer, 2019). Was diese genau ist und wie sie Kindern und Jugendlichen helfen kann, optimistisch in die Zukunft zu blicken, erläutern wir in diesem Blogartikel. Ebenso informieren wir Sie als Eltern anhand konkreter Tipps darüber, wie Sie die Ambiguitätstoleranz Ihres Kindes fördern können.
Kinder und Jugendliche in Zeiten der Ungewissheit
Kinder und Jugendliche wachsen in der gegenwärtigen Zeit mit einer Vielzahl an Unsicherheiten auf. Einerseits werden diese mit ständigen Krisen und Katastrophen konfrontiert, andererseits bestehen in der gegenwärtigen Multioptionsgesellschaft eine Vielzahl von Möglichkeiten, beispielsweise für die Berufswahl (Spitzer, 2019). Dabei beinhaltet vor allem der Übergang ins Erwachsenenalter eine Reihe von Entscheidungen, welche die Weichen für den weiteren Lebensweg stellen (Flecker et al., 2022). Insbesondere 10 bis 19-Jährige weisen der WHO zufolge zudem eine erhöhte Vulnerabilität in Bezug auf psychische Erkrankungen auf. Dies liegt unter anderem an der Vielzahl an körperlichen, emotionalen und sozialen Veränderungen, welche mit dieser Altersspanne einhergehen. Wie wirken sich nun die bestehenden Unsicherheiten in der gegenwärtigen Zeit auf Kinder und Jugendliche aus?
In Studien zur psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen während der Corona-Pandemie wurde deutlich, dass die psychische Gesundheit und das Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen durch die Corona-Pandemie negativ beeinflusst wurde (Orban et al., 2024). Vor allem Symptome von Depressionen und Ängsten nahmen zu (Wolf & Schmitz, 2023). Soziale Isolation, Homeschooling, Lockdowns und Ausgangssperren schränkten das alltägliche Leben drastisch ein (Orban et al., 2024). Doch auch nach dem Ende der Corona-Pandemie bleibt die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen weiter beeinträchtigt.
Im Rahmen der COPSY-Studie wurde deutschlandweit die psychische Gesundheit und die Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen zwischen 7 und 22 Jahren untersucht. Dabei gaben im Herbst 2023 48 bis 56% der befragten Kinder und Jugendlichen an, aufgrund von gegenwärtigen Katastrophen besorgt zu sein. Dabei machten sich 72% der Befragten Sorgen bezüglich Kriegen, 70% bezüglich Terrorismus, 62% bezüglich wirtschaftlicher Krisen und 57% bezüglich der Klimakrise, wobei Mädchen insgesamt eine höhere psychische Belastung aufwiesen als Jungen (Kaman et al., 2025). Krisenbezogene Zukunftsängste stehen in Zusammenhang mit einem zwei- bis dreifach höheren Risiko für Ängste, Depressionen, psychischen Auffälligkeiten und einer geringeren gesundheitsbezogenen Lebensqualität.
Besonders Kinder und Jugendliche mit den Risikofaktoren psychische Belastung der Eltern, niedriger Bildungsstatus der Eltern, beengter Wohnraum und Migrationshintergrund weisen eine höhere Vulnerabilität in Bezug auf psychische Belastungen auf (Kaman et al., 2025). Eine schützende Wirkung weisen demgegenüber soziale, familiäre und personale Ressourcen auf (Kaman et al., 2025). Darunter fällt beispielsweise der Grad, in dem sich die Kinder und Jugendliche unterstützt fühlen. Diese Ressourcen können das Risiko für psychische Auffälligkeiten um das fünf- bis zehnfache senken. Insbesondere in Zeiten von Unsicherheiten und Krisen ist es dementsprechend wichtig, dass Sie als Familie Ihr Kind unterstützen und so die Selbstwirksamkeit und Resilienz Ihres Kindes fördern. Auch der Ambiguitätstoleranz kommt in diesem Zusammenhang eine hohe Bedeutung zu. Was diese ist, erfahren Sie im folgenden Kapitel.
Ambiguitätstoleranz
Ungewissheit ist im alltäglichen Leben Normalität. Viele Entscheidungen trifft man, ohne vorher wissen zu können, welche Folgen diese haben (Spitzer, 2019). Dies beginnt bereits bei kleinen Entscheidungen, wie der Wahl der Kleidung, und reicht bis zu großen Entscheidungen, wie der Wahl des zukünftigen Berufes. Dabei lassen sich in keinem Fall alle Folgen oder zukünftigen Ereignisse vorhersagen.
Dies stellt ein Problem dar, wenn eine „Intolerance of Uncertainty“ (IU), also eine Intoleranz gegenüber Unsicherheiten vorliegt (Spitzer, 2019). Damit sind Personen gemeint, die nur schwer mit Unsicherheit umgehen können und dies zu einem Leidensdruck führt. Auch alltägliche Ungewissheit führt bei diesen Personen zu Stresserleben und Ängsten, sowie dysfunktionalem Bewältigungsverhalten, welche in Zusammenhang mit einer Reihe von psychischen Störungen stehen. Ungewisse Situationen werden dabei von vornherein negativ bewertet und nach Möglichkeit vermieden. IU steht in Zusammenhang mit verschiedenen psychischen Erkrankungen, wie Zwangs- oder Angststörungen. Demgegenüber begegnen Personen mit einer hohen Ungewissheitstoleranz, ungewissen Situationen eher mit Selbstvertrauen, Neugier und Offenheit (Spitzer, 2019).
Das Konstrukt Ambiguitätstoleranz wurde erstmals von der Psychologin Else Frenkel-Brunswik erforscht und geprägt (Frenkel-Brunswik, 1949). Ambiguitätstoleranz meint die individuelle Fähigkeit, wahrgenommene Mehrdeutigkeit in Form von unvollständigen, widersprüchlichen oder komplexen Informationen auszuhalten und darauf flexibel zu reagieren. Sie zeigt sich darin, ob eine Person Unsicherheit eher als Bedrohung oder als Chance erlebt und hat somit einen bedeutenden Einfluss auf das Denken, Entscheiden und Verhalten einer Person (McLain et al., 2009). Die Fähigkeit, Ungewissheit zu akzeptieren, variiert stark zwischen verschiedenen Personen.
Anhand des transaktionalen Stressmodells von Lazarus und Folkman (1984) wird deutlich, wie verschiedene Personen zu unterschiedlichen Bewertungen einer ambiguen Situation kommen. Eine Situation durchläuft demnach eine primäre und eine sekundäre Bewertung. Eine Situation wird dann als stressig erlebt, wenn sie im Rahmen der primären Bewertung als bedrohlich und im Rahmen der sekundären Bewertung mit den vorhandenen Ressourcen und Bewältigungsstrategien als nicht bewältigbar eingeschätzt wird. Eine Person fühlt sich einer bedrohlichen Situation somit hilflos ausgeliefert. Wird die Situation hingegen als nicht bedrohlich und bewältigbar eingeschätzt, entsteht keine Stressreaktion.
Im Zusammenhang mit der Ambiguitätstoleranz kommt ebenfalls dem Kohärenzgefühl eine wesentliche Bedeutung zu. Das Kohärenzgefühl beschreibt eine allgemeine Weltanschauung einer Person und wurde von Aaron Antonovsky entwickelt (Antonovsky, 1993a). Ist das Kohärenzgefühl stark ausgeprägt, kann eine Person auch unter unsicheren Bedingungen, wie beispielsweise Kriegen, mit Hilfe ihrer Ressourcen ihr Wohlbefinden erhalten und flexibel reagieren. Das Kohärenzgefühl setzt sich zusammen aus der Verstehbarkeit, der Handhabbarkeit und Sinnhaftigkeit. In Zusammenhang mit dem Aspekt der Verstehbarkeit sorgt eine stark ausgeprägte Ambiguitätstoleranz dafür, dass eine Person auch willkürlich erscheinende Reize einordnen und akzeptieren kann, dass man nicht alles wissen kann. Ungewisse Situationen bieten außerdem wichtige Entwicklungs- und Wachstumschancen. So kann es die Resilienz stärken, sich ungewissen Situationen auszusetzen (Spitzer, 2019). Resilienz meint die Fähigkeit, sich von schwierigen oder belastenden Situationen regenerieren zu können und sich nicht entmutigen zu lassen.
Besonders in der gegenwärtigen Zeit ist eine hohe Ambiguitätstoleranz für Kinder und Jugendliche vorteilhaft und stellt eine wichtige Ressource im Hinblick der Prävention psychischer Erkrankungen dar. Weltweite Krisen und Katastrophen mit unvorhersehbarem Verlauf oder die Frage danach, welche Ausbildung oder welches Studium das Passende ist, stellen eine Belastung für Kinder und Jugendliche dar. Gleichzeitig müssen insbesondere beim Übergang ins Erwachsenenalter eine Vielzahl von bedeutenden Entscheidungen getroffen werden (Flecker et al., 2022). Entscheidet man sich nun für eine Option, entscheidet man sich gleichzeitig gegen andere vorhandene Optionen. Um Entscheidungen treffen zu können, muss man folglich Prioritäten setzen und auf andere Möglichkeiten verzichten, ohne vorher zu wissen, ob man sich richtig entschieden hat (Schmidt, 2025). Vor allem für die vulnerable Gruppe der Kinder und Jugendlichen ist es dementsprechend von großer Bedeutung, die Ambiguitätstoleranz zu fördern. Wie dies möglich ist und wie Sie als Eltern Ihr Kind dabei unterstützen können, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.
Förderung der Ambiguitätstoleranz – ein positiver Umgang mit Ungewissheit
Ungewissheit ist ein fester und unveränderlicher Bestandteil des Lebens. Im Rahmen des Umgangs mit Unsicherheit ist es zunächst von zentraler Bedeutung, diese auch als genau das anzuerkennen, als Normalität und Bestandteil des Lebens. Für einen positiven Umgang mit Unsicherheit geht es also darum, ein gesundes Verhältnis zu dieser aufzubauen und einen Sinn in der Ungewissheit zu sehen (Spitzer, 2019). Ungewissheit kann beispielsweise als Lern- und Entwicklungschance betrachtet werden, der man mit Neugierde und Offenheit begegnen kann. Beobachten Sie sich gerne einmal im Alltag, in wie vielen Momenten Sie bereits mit Ungewissheit umgehen und dass dies nicht bedrohlich sein muss. Dies kann Ihnen helfen, Ungewissheit als Bestandteil des Lebens anzunehmen (Spitzer, 2019).
Bezüglich der Unsicherheit, welche durch Krisen und Katastrophen ausgelöst wird, haben viele Eltern die Tendenz, ihr Kind vor bedrückenden Nachrichten über das derzeitige Weltgeschehen schützen zu wollen und entsprechende Themen von ihrem Kind fernzuhalten (Puhl-Regler et al., 2022). Jedoch bekommen selbst jüngere Kinder bereits viel mit, sei es in der Schule, den Medien oder unter Freunden. Sinnvoll ist es daher, Themen über Krisen und Katastrophen nicht gänzlich zu vermeiden, sondern mit dem Kind altersgerecht darüber zu sprechen (Puhl-Regler et al., 2022).
Im Rahmen der Zielsetzung spielt es eine entscheidende Rolle, ob man die Ziele durch eigene Handlungen selbst erreichen kann oder diese hauptsächlich von externen Faktoren abhängen. Setzt man sich Ziele, welche außerhalb des eigenen Handlungsrahmens liegen, können Gefühle wie Frustration und Hilflosigkeit entstehen (Schmidt, 2025). Man kann diesem vorbeugen, indem man sich Ziele setzt, für deren Erreichung man selbst etwas tun kann. So kann ein Gefühl der Selbstwirksamkeit entstehen und der Aspekt der Handhabbarkeit wird im Rahmen des Kohärenzgefühls gestärkt (Bengel et al., 2001). Zwar gibt es gewisse gesellschaftliche oder persönliche Restriktionen und Rahmenbedingungen. Innerhalb dieser sollten Sie Ihr Kind jedoch darin bestärken, sich Ziele zu setzen, für die Ihr Kind selbst etwas tun kann.
Im Rahmen der Entscheidungsfindung, beispielsweise für ein Studium oder eine Ausbildung, ist es dabei wichtig anzuerkennen, dass man nie wissen kann, ob eine getroffene Entscheidung die richtige war (Schmidt, 2025). Stattdessen kann man die Perspektive einnehmen, dass ein Ziel im Prozess der Zielerreichung auch geändert und angepasst werden kann. Die Zielsetzung und der Prozess der Zielerreichung können somit als eine Art Lernprozess verstanden werden. Das somit entstehende Gefühl der Selbstwirksamkeit beugt Angst vor, welche unter anderem dann entsteht, wenn eine Handlungsunfähigkeit in Kombination mit der Notwendigkeit einer Handlung besteht. Nehmen Sie Ihrem Kind den Druck, sich nur dann für etwas zu entscheiden, wenn es sich ganz sicher ist. Ziele dürfen sich verändern und auch eine vermeintlich falsche Entscheidung stößt einen wertvollen Lernprozess an (Schmidt, 2025).
Sie können Ihr Kind auf dem Weg der Berufsfindung gerne unterstützen, indem Sie es darin bestärken, sich selbst besser kennenzulernen. Welche Stärken hat Ihr Kind? Welche Interessen zeichnen es besonders aus? Wir als TALENT SAFARI unterstützen Sie gerne auf diesem Weg. Im Rahmen unserer psychologischen Diagnostiken führen wir unter anderem das Testverfahren EXPLORIX durch. In einem individuellen Coaching erfährt Ihr Kind, welche Stärken und Interessen es besonders auszeichnen und welche konkreten Berufe dazu passen würden. Sprechen Sie uns bei Interesse gerne darauf an. Auf der Basis dessen können wir Ihr Kind auf dem bedeutungsvollen Weg der Berufsfindung unterstützen
Konkrete Tipps für einen positiven Umgang mit Ungewissheit:
- Helfen Sie Ihrem Kind, Unsicherheit als Teil des Lebens zu begreifen und ein gesundes Verhältnis zu ihr aufzubauen, beispielsweise in dem Sie beobachten, in wie vielen alltäglichen Situationen Sie bereits mit Ungewissheit umgehen.
- Helfen Sie Ihrem Kind, ungewissen Situationen mit Neugierde zu begegnen und Chancen zu sehen, daran zu wachsen.
- Beobachten Sie, in wie vielen alltäglichen Situationen Sie bereits mit Ungewissheit umgehen und dass dies nicht bedrohlich sein muss.
- Sprechen Sie altersgerecht über die Sorgen und Unsicherheiten Ihres Kindes und vermeiden Sie belastende Themen nicht kategorisch.
- Beantworten Sie die Fragen Ihres Kindes wahrheitsgemäß.
- Alltagsroutinen geben Ihrem Kind, vor allem in Zeiten der Unsicherheit, Sicherheit und Geborgenheit.
- Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, sich Ziele zu setzen, auf deren Erreichung es selbst Einfluss hat.
- Bestärken Sie Ihr Kind darin, Entscheidungen als Teil eines Lernprozesses zu verstehen: Ziele dürfen sich verändern, und auch eine „falsche“ Wahl stößt einen wertvollen Lernprozess an.
Fazit
Ungewissheit ist ein alltäglicher Bestandteil des Lebens. In der schnelllebigen Zeit von heute kann es jederzeit zu Ereignissen und Entwicklungen kommen, die sich nicht vorhersagen lassen. Besonders beim Übergang ins Erwachsenenalter müssen Kinder und Jugendliche gleichzeitig viele bedeutsame Entscheidungen treffen. Zudem weisen diese eine erhöhte Vulnerabilität für psychische Erkrankungen auf. Die Ambiguitätstoleranz stellt daher eine Schlüsselkompetenz dar, die junge Menschen befähigt, Ungewissheit nicht als Bedrohung, sondern als natürlichen Teil des Lebens und als Chance zur persönlichen Entwicklung zu begreifen. Indem Sie als Eltern Ihr Kind darin unterstützen, Ungewissheit anzunehmen, sich Ziele zu setzen, welche im Rahmen der eigenen Einflussmöglichkeiten liegen, und offen mit Ihrem Kind über Unsicherheiten und Sorgen sprechen, fördern Sie nicht nur die Ambiguitätstoleranz Ihres Kindes, sondern auch die psychische Gesundheit und Resilienz.
Mit den vorgestellten Tipps helfen Sie Ihrem Kind, sich in unsicheren Zeiten zurechtzufinden und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Wohlbefinden Ihres Kindes. Und auch wenn Sie selbst einmal unsicher sein sollten, dann ist doch eines gewiss: Wir bei der TALENT SAFARI helfen Ihnen gerne weiter, z. B. im Rahmen von psychologischer Beratung. Sprechen Sie uns einfach immer darauf an, was Ihnen auf dem Herzen liegt, getreu dem Motto „Schweigen ist Silber, Reden ist Gold“.
Amelie Sauermann
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Referenzen
Antonovsky, A. (1993). Gesundheitsforschung versus Krankheitsforschung. In A. Franke & M. Broda (Hrsg.), Psychosomatische Gesundheit. Versuch einer Abkehr vom Pathogenese-Konzept (S. 3−14). Tübingen: dgtv.
Bengel, J., Strittmatter, R. & Willmann, H. (2001). Was erhält Menschen gesund? Antonovskys Modell der Salutogenese – Diskussionsstand und Stellenwert. Köln: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Flecker, J., Schels, B. & Wöhrer, V. (2022). Junge Menschen gehen ihren Weg. Längsschnittanalysen über Jugendliche nach der Neuen Mittelschule. Wien: Vienna University Press.
Frenkel-Brunswik, E. (1949). Intolerance of ambiguity as an emotional and perceptual personality variable. Journal of Personality, 18, 108−143.
Kaman, A., Erhart, M., Devine, J., Napp, A. K, Reiß, F., Behn, S. & Ravens-Sieberer, U. (2025). Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Zeiten globaler Krisen: Ergebnisse der COPSY Längsschnittstudie von 2020 bis 2024. Bundesgesundheitsblatt, 68, 670–680.
Lazarus, R. S. & Folkman, S. (1984). Stress, appraisal, and coping. New York, NY: Springer.
McLain, D. L., Kefallonitis, E. & Armani, K. (2015): Ambiguity tolerance in organizations. Frontiers in Psychology, 6, 344−367.
Orban, E., Li, L. Y., Gilbert, M., Napp, A., Kaman, A., Topf, S. et al. (2024). Mental health and quality of life in children and adolescents during the COVID-19 pandemic: a systematic review of longitudinal studies. Frontiers in Public Health, 11, 1275917.
Puhl-Regler, P., Ressel, A. & Wendl, P. (2022). Mit Kindern über den Krieg reden. Was Kinder brauchen und Eltern wissen sollten. Zentralinstituts für Ehe und Familie in der Gesellschaft (ZFG).
Schmidt, G. (12.08.2025). Selbstwirksam geborgen im Ungewissen. Abgerufen von https://www.youtube.com/watch?v=CzCJ9zukGaM [27.09.2025]
Spitzer, N. (2019). Ungewissheitsintoleranz und die psychischen Folgen. Behandlungsleitfaden für Psychotherapie und Beratung. Berlin: Springer.
Wolf, K. & Schmitz, J. (2023). Scoping review: longitudinal effects of the COVID-19 pandemic on child and adolescent mental health. European Child & Adolescent Psychiatry, 33, 1257–1312.
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