Ein Junge auf einer Tartanbahn, der sich über die Jahre hinweg von links nach rechts zu einem Mann entwickelt, der Spitzenleistung im Sport erbringt

Spitzenleistung im Kindesalter: Warum sie kein Garant für späteren Erfolg ist

Lesezeit: 10 min

Einleitung

Auf TALENT SAFARI widmen wir uns neben der Bewältigung von entwicklungsbezogenen Herausforderungen besonders auch den Themen (Hoch-) Begabung und Leistungsoptimierung, sowohl in der Schule als auch in anderen kindlichen Lebensbereichen. Ein besonders wichtiges Persönlichkeitsmerkmal ist Intelligenz, weil sie uns befähigt, vernünftig zu denken und daraus zweckvolles Handeln abzuleiten, also beispielsweise Probleme in neuartigen Situationen zu lösen. Intelligenz ist dabei neben Faktoren innerhalb unseres sozialen Umfelds, unseren Erfahrungen und unseren emotionalen Stärken eine wichtige Ressource, deren optimale Entwicklung es zu fördern gilt. In diesem Blogartikel möchten wir Ihnen die zentralen Ergebnisse einer spannenden Studie näherbringen, in der es um die Entwicklung von Spitzenleistung – nicht nur im intellektuellen Bereich – vom Kindesalter bis in das Erwachsenenalter geht.

In unserem Praxisalltag erleben wir es als Kinderpsychologen häufig, dass Eltern große Erwartungen an frühe Leistungen ihres Kindes knüpfen oder sich durch vermeintlich fehlende Spitzenleistungen verunsichern lassen. Genau hier setzen wir mit unserer Arbeit an: Wir betrachten nicht nur aktuell gezeigte Leistungen in verschiedenen Domänen, sondern vor allem die individuellen Entwicklungsverläufe, Potenziale und Rahmenbedingungen. Ziel ist es, Kinder differenziert zu betrachten, ihre Stärken zu identifizieren und sie langfristig in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung zu fördern. Eltern spielen eine entscheidende Rolle, diese Entwicklungsverläufe positiv mitzugestalten. Erfahren Sie in diesem Blogartikel, welche überraschenden Erkenntnisse die Forschung zur Entwicklung von Spitzenleistung liefert und was das konkret für die Förderung Ihres Kindes bedeutet.

Spitzenleistung im Fokus

Unsere Leistungsfähigkeit ist ein wichtiger Faktor, um in der heutigen (Leistungs-) Gesellschaft erfolgreich zu sein. Es geht um das Nutzen und Ausbauen unserer bestehenden Fähigkeiten, um ein möglichst gewinnbringendes Ergebnis zu erlangen. Bestimmt machen auch Sie sich als Eltern häufiger Gedanken darüber, wie das Leben Ihres Kindes einmal aussehen wird und hoffen auf eine erfolgreiche und glückliche Zukunft. Wir alle kennen solche Größen wie Albert Einstein, Marie Curie, Mark Zuckerberg, Lionel Messi oder Magnus Carlsen. Doch was unterscheidet Top-Verdiener oder große Wissenschaftler von Personen, die lediglich „durchschnittliche“ Leistungen erbringen?

Im Folgenden möchten wir Ihnen eine Forschungsarbeit vorstellen, welche interessante Befunde zum Thema Spitzenleistung und deren Entwicklungsbedingungen zum Vorschein brachte. Es handelt sich um ein wissenschaftliches Review von Güllich und Kollegen (2025) wurde im renommierten Journal Science veröffentlicht (vgl. Originalartikel), welches bis heute zu den meist zitierten Zeitschriften der Welt gehört. Das Review inkludiert 19 Studien mit insgesamt 34.839 internationalen Top-Leistungsträgern, um aufzuzeigen, welche Art von Personen im Erwachsenenalter Spitzenleistung erzielen und welche Zusammenhänge zu Top-Leistungen bei Kindern und Jugendlichen bestehen.

Was ist ein wissenschaftliches Review?

Bei wissenschaftlichen Reviews wird der aktuelle Forschungsstand eines Themas mithilfe von verschiedenen Methoden zusammengefasst. Sie gelten dabei als Sekundärliteratur, da sie bereits existierende Forschungsarbeiten eines Themas verwenden, ohne neue experimentelle Beiträge zu leisten (Amobonye et al., 2024). Dabei handelt es sich um eine informative, wertfreie Sammlung bisheriger Studien, wobei auch Widersprüche aufgedeckt und erwähnt werden können.

Ziel eines Reviews ist es, über einzelne Studien hinaus ein übergeordnetes Gesamtbild der Evidenz zu liefern und zentrale Muster sowie Zusammenhänge sichtbar zu machen. Besonders hochwertige Reviews, wie systematische Reviews oder Metaanalysen, folgen dabei klar definierten methodischen Kriterien, um die Aussagekraft und Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu erhöhen. Damit bilden Reviews eine zentrale Grundlage für evidenzbasierte Entscheidungen in Wissenschaft und Praxis.

Was kam bei der Studie heraus?

Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass erwachsene Top-Leistungsträger und Junior Top-Performer meist nicht die gleichen Individuen sind. Bestleistung auf höchstem Niveau ist negativ mit früherer Leistung assoziiert. Dabei geht es nicht nur um sportliche Leistungen, sondern die Ergebnisse sind über mehrere Domänen konsistent. Die meisten erfolgreichen Juniorathleten erreichen später nicht das gleiche Level wie erwachsene Athleten. Während umgekehrt erfolgreiche erwachsene Athleten in ihren jungen Jahren nicht das gleiche Level wie Junior Top-Performer erreicht haben.

Die Studienlage legt ebenfalls nahe, dass 82 % der Juniorathleten auf internationalem (kompetitivem) Level später nicht internationales Niveau erreichen und andersherum 72 % der erwachsenen Athleten auf internationalem Level früher als Junioren nicht das internationale Niveau erreicht haben. Die Mehrheit an Junior- und erwachsenen Athleten auf internationalem Leistungsniveau sind zu 90 % nicht die gleichen Athleten. Auch internationale junge und erwachsene Medaillengewinner unterscheiden sich zu 90 %. Die Evidenz von verschiedenen Domänen legt demnach recht eindrücklich nahe, dass jüngere und ältere außergewöhnliche Leistungsträger zum Zeitpunkt ihrer Spitzenleistung unterschiedlichen Personengruppen angehören.

  • In Bezug auf Schach unterscheiden sich die Weltbesten 10 Spieler unter 14 Jahren und die späteren Top 10 zu fast 90 %. Auch wenn nur die Top 3 verglichen werden, liegt der Unterschied bei knapp 90 %.
  • Die besten Schüler auf weiterführenden Schulen sind in Vergleich ebenfalls zu 90 % andere Personen als die besten Universitätsstudierenden über die Zeit hinweg.
  • Für einige Berufe, wie beispielsweise Neurochirurgen oder Piloten, gibt es zwar keine direkten Vergleiche zur Jugend, jedoch sind die Top 1 % der Kinder mit einer hohen kognitiven Leistungsfähigkeit zu 99 % andere Personen als die späteren Top 5 % der Bestverdiener.

Wie kommt es zu Spitzenleistung?

Es gibt einige Prädiktoren (= Vorhersagevariablen), die für eine spätere Leistung auf Weltklasseniveau bedeutsam sind, die sich deutlich von denen unterscheiden, die für Leistungsexzellenz von Juniorathleten gelten. Leistungsstarke Juniorathleten waren durchschnittlich jünger, als sie in den Sport starteten, haben Meilensteine schon im jüngeren Alter erreicht und trainierten in dieser Sportart mehr. Hingegen haben Athleten, die später Weltklasseniveau erreichten, mit ihrem Sport im Durchschnitt erst später angefangen, haben entsprechend Meilensteine erst später erreicht und trainierten in ihrem Sport zwar insgesamt weniger, aber führten zusätzlich multidisziplinäres Training durch. Multidisziplinäres Training bezeichnet die gezielte Förderung von Fähigkeiten über mehrere unterschiedliche Disziplinen oder Bereiche hinweg.

Auch in anderen Bereichen von gezeigter Weltklasseleistung sind die genannten Prädiktoren zu erkennen. Nobelpreisträger in der Wissenschaft brauchten länger, um einen signifikanten Impact mit ihren Publikationen zu erreichen als Nobelpreisnominierte, welche schlussendlich keinen Nobelpreis erhielten. Nobelpreisträger gingen außerdem durchschnittlich zwei weiteren Beschäftigungen in Wissenschaft oder außerhalb der Wissenschaft nach. Die Top 3 der Weltklasse-Schachspieler hatten eine langsamere Leistungssteigerung als die Schachspieler auf Platz 4 bis 10 der Welt. Selbst bei Opernkomponisten ist ein Prädiktor für außergewöhnlichen Erfolg die Erfahrung in vielen Genres, im Gegensatz zur Spezialisierung auf ein Genre (vgl. Abbildung aus Güllich et al., 2025).

Ein Liniendiagramm, das die menschliche Leistung über das Alter hinweg vergleicht. Es zeigt zwei Entwicklungskurven: Eine gelbe Linie für „World Class“ (Weltklasse) durch multidisziplinäre Praxis und eine gestrichelte blaue Linie für „Just Below“ (knapp darunter) durch frühe Spezialisierung.

Später Erfolg trotz frühem Start

Sind also Kinder, die bereits früh Spitzenleistung zeigen, im Erwachsenenalter nicht mehr bei den Besten dabei? Die Erkenntnisse aus dem Review von Güllich et al. (2025) zeigen: Zwar sind früh herausragende Kinder oft auch später erfolgreich, aber die Mehrheit der späteren Spitzenleistungsträger gehörte in der Kindheit nicht zu den frühen Spitzenleistern. Ein Grund dafür ist, dass die Zahl der jungen Menschen, die nicht schon früh Spitzenleistungen erbringen, viel größer ist als die Zahl derjenigen, die dies tun. Die Zahl der jungen Sportler, die keine internationalen Juniorenmeisterschaften erreichen, ist außerdem viel größer (>99 % aller Sportler) als die derjenigen, die dies tun (<1 %).

Demnach stammt die Mehrheit der erwachsenen Sportler, die internationale Meisterschaften erreichen (>70 %), aus der Gruppe, die nicht schon früh Spitzenleistungen erreichen. Das Phänomen lässt sich statistisch erklären, nämlich durch Basisraten / Wahrscheinlichkeitsverteilungen: Die meisten Menschen erreichen keine Spitzenleistung im Kindesalter, sodass die absoluten Zahlen der späteren Spitzenleistungsträger aus der großen Gruppe der „Nicht-Frühleister“ naturgemäß höher sind, auch wenn die relative Wahrscheinlichkeit für einzelne frühe Spitzenleister höher ist.

Und nun wird es interessant: Zu den Kindern ohne frühe Spitzenleistungen gehören auch einige, die sich später stark verbessern, viele frühe Top-Leistungsträger überholen und schließlich zu den besten Erwachsenen weltweit zählen. Die Erkenntnisse zeigen, dass dieser Entwicklungsweg – mit weniger frühem spezialisiertem Training und mehr multidisziplinärem Training – nur auf eine kleine Minderheit zutrifft. Gleichzeitig ist diese Gruppe aber immer noch größer als die noch kleinere Gruppe der frühen Spitzenathleten, die später zu Spitzenathleten im Erwachsenenalter werden. Somit bildet die erste Gruppe die Mehrheit der Athleten mit außergewöhnlicher Leistung im Spitzenalter. Außerdem haben Erwachsene, welche in ihrer Domäne Weltklasseniveau erreicht haben, bereits in ihren frühen Jahren bessere Leistungen erbracht als die meisten anderen Gleichaltrigen, nur eben nicht Spitzenleistung.

Aus methodischer Sicht kann es zu Verzerrungen kommen, wenn Statistiken nicht vergleichbar betrachtet werden. Bis jetzt konnte in der Literatur jedoch noch kein Ansatz angemessen erklären, warum frühe und spätere Leistungsträger weitgehend zwei getrennte Populationen zu sein scheinen, also warum beim Vergleich von Leistungsträgern auf höchstem Niveau Spitzenleistungen negativ mit frühen Leistungen korrelieren bzw. warum frühes multidisziplinäres Training mit späteren außergewöhnlichen disziplinspezifischen Leistungen korreliert. Die Autoren Güllich et al. (2025) betonen jedoch vor allem das Training in multiplen Domänen und dessen Nutzen.

Spitzenleistung im Kontext: Weitere wichtige Faktoren

Es ist wichtig festzuhalten, dass Leistung – auch Spitzenleistung –  sich entwickeln kann und auch muss. Sehr talentierte junge Menschen können später ebenfalls Top-Leistungen erbringen, aber eben auch Kinder, die ein langsameres Entwicklungstempo aufweisen. Leider wurde im Review von Güllich et al. (2025) nicht näher auf die Faktoren Intelligenz, Gewissenhaftigkeit und Motivation eingegangen, welche ebenfalls wichtige Prädiktoren für Erfolg darstellen und mit Spitzenleistung zusammenhängen. So zeigte sich beispielsweise in einer Studie mit 3618 Schülern der Klassen 2 bis 12 zum Thema schulischer Erfolg, dass Intelligenz als bester Prädiktor für den Notendurchschnitt galt und somit eine bedeutsame Rolle bei der Erklärung für gute Schulleistungen spielt (Laidra et al., 2006). In der im Blogartikel vorgestellten Studie wäre es daher interessant gewesen zu untersuchen, welchen Einfluss Intelligenz auf die Stabilität von Leistung hat, da Intelligenz als relativ stabiles Persönlichkeitsmerkmal gilt.

Darüber hinaus erwies sich in der Studie von Laidra et al. (2006) das Persönlichkeitsmerkmal Gewissenhaftigkeit in den Klassen 6 bis 12 als zweitstärkster Prädiktor für schulischen Erfolg. Gewissenhaftigkeit konnte in einem systematischen Review von Vedel (2014) mit 20 berücksichtigten Studien sogar als stärkster Prädiktor für den Notendurchschnitt aufgezeigt werden. Auch im Bereich Sport spielt Gewissenhaftigkeit eine Rolle, was die Studie von Mirzaei et al. (2013) zeigt, in welcher eine positive Korrelation zwischen Gewissenhaftigkeit und sportlicher Leistung resultierte.

In einer Studie von Goodman et al. (2011) mit 254 Studenten konnte außerdem gezeigt werden, dass intrinsische und extrinsische Motivation einen Effekt darauf haben, wie sehr sich Studenten anstrengen, um ihre gewünschten Ziele zu erreichen. Dabei galt intrinsische Motivation als stärkster Prädiktor für akademische Leistung. Es stellt sich hier ebenfalls die Frage, welchen Einfluss Motivation dann auf die Stabilität von akademischer Leistung hat.

Für die Forschung wäre es daher interessant zu untersuchen, welchen zusätzlichen Effekt die drei Faktoren Intelligenz, Gewissenhaftigkeit und Motivation auf die Stabilität von Leistung haben. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass in dem Review von Güllich et al. (2025) auch sportliche Disziplinen einbezogen wurden, während sich die meisten der zuvor angeführten Untersuchungen zu Leistung primär auf akademische Leistungen konzentrieren.

Tipps für Eltern

  1. Stärken Sie verschiedene Interessen Ihres Kindes.
  2. Treten einmal Schwierigkeiten in einem Lebensbereich Ihres Kindes auf, ist es wichtig, individuelle Stärken zu berücksichtigen und darauf aufbauend passende Wege zur Unterstützung zu finden.
  3. Nicht jedes Kind ist gleich, dementsprechend sollten Sie auch bei Geschwistern darauf achten, welche Hilfestellungen nötig und passend sind.
  4. Unterstützen Sie die Vielfältigkeit von Freizeitangeboten. Ihr Kind wird vor allem dann potenzielle Spitzenleistung zeigen, wenn der Fokus nicht nur auf einem Hobby liegt.
  5. Versuchen Sie Ihr Kind zu motivieren, Neues auszuprobieren und nicht nur in seiner Komfortzone zu bleiben.
  6. Motivieren Sie Ihr Kind, aber überfordern Sie es nicht, denn das bewirkt zumeist nur das Gegenteil.
  7. Stärken Sie weiterhin die Wissbegierde und Lernfreude Ihres Kindes, auch fernab schulischer Themen.
  8. Fördern Sie die Kreativität Ihres Kindes, denn auch diese trägt zur Entwicklung wichtiger Fähigkeiten für das spätere Leben bei.

Fazit

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass Spitzenleistung im Kindes- und im Erwachsenenalter zumeist nicht von denselben Personen erbracht wird. Kinder, die schon früh zu den Besten gehören, erreichen später oft nicht Weltklasseniveau, während viele Talente, die sich langsamer entwickeln, als Erwachsene zu den Spitzenleistungen aufschließen. Gründe hierfür sind unter anderem ein späterer Einstieg, multidisziplinäres Training und eine langsamere, aber nachhaltige Leistungsentwicklung. Intelligenz, Gewissenhaftigkeit und Motivation sind weitere individuelle Faktoren, die langfristigen Erfolg unterstützen. Eltern können die Entwicklung ihrer Kinder fördern, indem sie Vielfältigkeit, Kreativität und Motivation stärken, ohne ein frühes „Spezialistentum“ zu erzwingen.

Bei der TALENT SAFARI unterstützen wir Ihr Kind in verschiedenen Entwicklungs- und Lernbereichen, um sein Leistungsvermögen im Gesamten zu verbessern. Einen wichtigen Anhaltspunkt bietet dafür eine Intelligenzmessung, um ein differenziertes Bild von den kognitiven Begabungen eines Kindes zu erhalten, da Intelligenz eng mit Erfolg in anderen Lebensbereichen zusammenhängt. Auch die Untersuchung der sozial-emotionalen Fähigkeiten bietet hier einen Mehrwert. So erhalten wir als Kinderpsychologen ein stimmiges Gesamtbild und können Ihnen als Eltern passgenaue Empfehlungen aussprechen, z. B. was das Entdecken neuer Hobbys anbelangt. Blicken Sie mit Zuversicht auf die weitere Entwicklung Ihres Kindes und ermuntern Sie es, Lernmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen zu ergreifen.

Lotte Vogler

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Anmerkung: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde im Text auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet; sämtliche Personenbezeichnungen gelten jedoch für alle Geschlechter.

Referenzen

Amobonye, A., Lalung, J., Mheta, G. & Pillai, S. (2024). Writing a Scientific Review Article: Comprehensive Insights for Beginners. The Scientific World JOURNAL,  1–13.

Goodman, S., Jaffer, T., Keresztesi, M., Mamdani, F., Mokgatle, D. et al. (2011). An investigation of the relationship between students’ motivation and academic performance as mediated by effort. South African Journal of Psychology, 41, 373–385.

Güllich, A., Barth, M., Hambrick, D. Z. & Macnamara, B. N. (2025). Recent discoveries on the acquisition of the highest levels of human performance. Science, 390.

Laidra, K., Pullmann, H. & Allik, J. (2006). Personality and intelligence as predictors of academic achievement: A cross-sectional study from elementary to secondary school. Personality and Individual Differences, 42, 441–451.

Mirzaei, A., Nikbakhsh, R. & Sharififar, F. (2013). The relationship between personality traits and sport performance. European Journal of Experimental Biology, 3, 439–442.

Vedel, A. (2014). The Big Five and tertiary academic performance: A systematic review and meta-analysis. Personality and Individual Differences, 71, 66–76.